Studienpläne der Grundstudien

Studienplan

In den ersten Semestern ist euer Studienplan relativ eng vorgegeben, da ihr dort Grundlagen vermittelt bekommt, die ihr in allen Bereichen der Elektrotechnik (bzw. der Medizin, usw.) benötigt. Ihr könnt die Reihenfolge zwar auch hier schon komplett frei wählen. Es empfiehlt sich aber, sich möglichst an den empfohlenen Plan zu halten.
In späteren Semestern vertieft ihr euch in ein Teilgebiet eures Faches, wodurch ihr Wahlmöglichkeiten bekommt und euren Studienplan wesentlich freier gestalten könnt.

Die Fächer (an der Uni “Module” genannt) vergeben verschieden viele “Credit Points (CP)”, je nachdem, wie viel Zeitaufwand sie im Semester benötigen.
Mathematik I im ersten Semester gibt beispielsweise 8 CP, was ungefähr einem Arbeitsaufwand von 8 * 30 Stunden entsprechen soll. Diese Zeit besteht nur zu einem Teil aus Vorlesungen, ein Großteil kommt durch Übungen und eigenständiges Lernen zustande.
Demnach ist der Zeitaufwand nur ein sehr grober Richtwert, der je nach Person mehr oder weniger zutreffend ist.
Die CP bestimmen außerdem die Gewichtung eines Fachs in eurer späteren Bachelornote.
Der Bachelor hat insgesamt 180 CP, demnach trägt Mathe I 8/180 zu eurer Note bei.

Für jedes Semester sind, unabhängig vom Fach, durchschnittlich 30 CP vorgesehen. Oft ergibt sich jedoch auch ein leicht abweichender Wert.

Module

Neben den Vorlesungen gibt es zu einigen Veranstaltungen auch Übungen oder Laborpraktika, welche helfen das theoretisch erlernte Wissen aus der Vorlesung zu vertiefen und besser zu verstehen. Diese Veranstaltungen bilden schließlich gemeinsam ein Modul. So besteht bspw. das Modul Elektrotechnik und Informationstechnik 1 aus einer Vorlesung sowie einer dazugehörigen (Gruppen)-Übung.
Allgemein sind die Übungen entweder zentral als “Vorrechenübung” organisiert, oder es gibt Kleingruppen, in denen die Übungen bearbeitet werden können. Diese Gruppen werden von Tutor:innnen betreut, die (digital oder in Präsenz) Inhalte erklären und euch bei Fragen zur Seite stehen.
Alle Module sind im Modulhandbuch eures Studiengangs zusammengefasst, welches ihr unter Downloads auf der Webseite des Fachbereichs findet.

Aktuell finden einige Veranstaltungen noch online statt!

Vorlesungen werden im Regelfall als Aufzeichnung im entsprechenden Moodle-Kurs hochgeladen, teilweise aber auch live in Zoom gehalten und evtl. gleichzeitig aufgezeichnet. Wir empfehlen euch dringend, während des Semesters mit Vorlesungen und Übungen am Ball zu bleiben und diese regelmäßig zu besuchen.
Oft kann man Übungen bei seiner/seinem Tutor:in für eine Korrektur abgegeben und so einen Klausurbonus erhalten, was als zusätzliche Motivation dienen soll.

Tipp: An der Uni sind Übungen essenziell und nicht wirklich mit Hausaufgaben vergleichbar.
Klausuren zu bestehen ohne die Übungen gemacht zu haben, ist in der Regel kaum oder gar nicht möglich. Eine nicht gemachte Übung während des Semesters ist kein Beinbruch, sollte aber spätestens zur Klausurvorbereitung nachgeholt werden.

Die meisten Module schließen mit einer schriftlichen Prüfung ab, ähnlich wie ihr es schon aus der Schule kennt.
Vereinzelt gibt es auch mündliche Prüfungen oder andere Prüfungsformen wie Vorträge oder Hausarbeiten, die jedoch eher im späteren Studium vorkommen.

Eine Prüfung zählt als bestanden, wenn mindestens eine Note von 4.0 erreicht wurde.
Durch eine Klausur durchzufallen ist kein Beinbruch, nur wenige schaffen das Studium ohne bei ein paar Prüfungen in eine extra Runde zu gehen. Ihr solltet euch also keine zu großen Vorwürfe machen, wenn es mal nicht gereicht hat.
Die Prüfungen können in den darauffolgenden Semestern nachgeholt werden. Plant in diesem Semester dann aber unbedingt genug Zeit ein, um für die Prüfung ausreichend zu lernen.
Da die Prüfungen bei uns meistens über die gesamten, an anderen Unis sogenannten “Semesterferien” verteilt sind, hat man in der Regel genug Zeit, sich entsprechend vorzubereiten. Prüfungen dürfen nur maximal zwei Mal wiederholt werden (insgesamt drei Versuche).
Mehr dazu im Kapitel Prüfungen.

Studium Generale

Egal welchen Studiengang ihr am Fachbereich 18 studiert, das Studium Generale werdet ihr in allen Studienplänen finden. Die Idee dahinter ist, euch die Möglichkeit zu geben, euch innerhalb des Studiums auch mit fachfremden Themen auseinanderzusetzen. So könnt ihr im Rahmen des Studium Generale aus ausgewählten Modulen (Stand 01.10.2020) der Fachbereiche 1, 2, 3, 15, 16, 18 sowie Modulen des Sprachenzentrums oder einigen weiteren wählen. Von Buchhaltung über Theologie bis hin zum Sprachkurs in Gebärdensprache ist hier also wirklich alles möglich.
Die Studierenden des Studiengangs etit müssen zudem innerhalb des Studium Generale verpflichtend einen Sprachkurs belegen. Mehr über Sprachkurse könnt ihr auf der Seite Sprachkurse an der TU erfahren.
Das aktuelle Angebot an möglichen Modulen des Studium Generale könnt ihr auch in TUCaN im Vorlesungsverzeichnis (VV) oder unter Veranstaltungen -> Anmeldung -> Studium Generale einsehen.

Studiendauer

Die Regelstudienzeit des Bachelors sind 6 Semester (3 Jahre). Der Master ist dagegen nur 4 Semester (2 Jahre) lang.
Ein bisschen länger zu studieren, falls man Klausuren wiederholen oder verschieben musste, ist aber keine Ausnahme. Auch nebenbei Arbeiten oder weit pendeln kann die Studienzeit verlängern, da man so pro Semester weniger CP schafft.
Am Ende geht es aber nur darum, das Bachelorzeugnis irgendwann in der Hand zu halten.
Danach kann es übrigens direkt mit dem Master in Darmstadt weitergehen. Alle Studierenden, die am Fachbereich Elektro- und Informationstechnik ihren Bachelor gemacht haben, können nahtlos in den Master übergehen.

Bachelor Elektrotechnik und Informationstechnik

Der Bachelor Elektrotechnik vermittelt vor allem in den ersten Semestern eine solide Basis in allgemeinen Grundlagen der Elektrotechnik. Dazu gehören Grundlagen von elektronischen Schaltungen, die Funktionsweise von Computern, Physik, Programmierkenntnisse und praktische Methoden zum Messen von elektrischen Größen.
Natürlich beinhaltet der Bachelor auch eine Vermittlung von fortgeschrittenen mathematischen Kenntnissen. Diese scheinen im ersten Moment vielleicht sehr abstrakt und “unnötig”, oft merkt man aber in späteren Semestern, dass viele gelernte mathematische Konstrukte benötigt werden und doch ziemlich hilfreich sein können.

In höheren Semestern kann dann aus einer der Vertiefungen gewählt werden:

  • Automatisierungstechnik (AUT)
  • Computergestützte Elektrodynamik (CED)
  • Datentechnik (DT)
  • Elektrische Energietechnik (EET)
  • Kommunikationstechnik und Sensorsysteme (KTS)
  • Sensorik, Aktorik und Elektronik (SAE)

So gibt es für jedes Interesse eine Vertiefung, welche im Master fortgeführt wird. Von Informatik- und programmierlastiger Datentechnik, über die komplex mathematische Elektrodynamik bis zur “Bastler:innen-Vertiefung” SAE und vieles mehr.

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Mathe Elektrotechnik und Informationstechnik etit Praktika Wahlkataloge Studium Generale Sonstiges

Bachelor Mechatronik

Der Bachelor Mechatronik ist eine Mischung aus dem Studiengang Elektro- und Informationstechnik sowie Maschinenbau. Ebenso wie bei Elektro- und Informationstechnik gehören Grundlagen von elektronischen Schaltungen, Programmierkenntnisse und praktische Methoden zum Messen von elektronischen Größen dazu. Zusätzlich kommen allerdings auch Fächer wie “Technische Mechanik” oder “Werkstoffkunde” hinzu, wodurch der Studiengang multidisziplinär ist.

Am Ende habt ihr also quasi das Grundstudium zweier Studiengänge in der Tasche (wobei ihr bedenken solltet, dass die anderen Studiengänge durchaus noch um einiges tiefer in die Materie gehen, da Fächer wie Physik bei der Elektro- und Informationstechnik und Chemie beim Maschinenbau Module sind, die in der Mechatronik nicht gehört werden müssen.) Die Devise der Mechatronik ist es, breit in seiner Expertise aufgestellt zu sein.

Generell befasst sich der Studiengang mit der Entwicklung und Produktion integrierter mechanisch-elektronischer Systeme. Ebenso wie bei Elektro- und Informationstechnik findet auch hier eine Vermittlung von fortgeschrittenen mathematischen Kenntnissen statt, welche zu Beginn noch sehr abstrakt wirken mögen.

Eine Vertiefungsrichtung wie bei Elektro- und Informationstechnik gibt es im Bachelor nicht. Es kann allerdings aus einem Wahlkatalog der Elektrotechnik und aus einem Wahlkatalog des Maschinenbaus gewählt werden, eine persönliche “Vertiefung” ist also dennoch möglich.

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Mathe Elektrotechnik und Informationstechnik etit Praktika Maschinenbau Wahlkataloge Studium Generale Sonstiges

Bachelor Medizintechnik

Der Bachelor Medizintechnik ist ebenfalls interdisziplinär, da auf der einen Seite Medizin und auf der anderen Seite Technik die Inhalte dieses Studiengangs sind. Im Grunde ist Medizintechnik eine Mischung aus Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau, grundlegenden mathematischen und physikalischen Fächern sowie natürlich der Medizin. Doch aufgepasst! Entgegen dem Glauben vieler Erstsemester ist der Studiengang nicht zur Hälfte Medizin und zur Hälfte Technik! Die Aufteilung beträgt grob eher 20% Medizin, 60% Technik und 20% Grundlagen sowie fachfremde Wahlfächer.

Eine Besonderheit des Studiums der Medizintechnik ist zweifelsohne die Kooperation mit Frankfurt, da die meisten Fächer, welche mit der Medizin zusammen hängen, an der Uni Frankfurt gelehrt werden. Der Studienplan ist so gestaltet, dass an genau einem Tag in Frankfurt Veranstaltungen stattfinden und an allen übrigen Tagen in Darmstadt studiert wird.

In den ersten vier Semestern erhaltet ihr eine breite Grundausbildung, die vor allem zu einem großen Teil aus Pflichtfächern der oben genannten Teilbereich besteht. Ab dem fünften Semester in Regelstudienzeit könnt ihr zwischen Wahlpflichtfächern wählen um, ähnlich wie bei Mechatronik auch, euer Studium an eure Interessen anzugleichen.

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Mathe Elektrotechnik und Informationstechnik etit Praktika Medizin Medizin Praktika Wahlkataloge Studium Generale Sonstiges

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